Hermann Landefeld

war ein bedeutender Grafiker der Nachkriegsmoderne. Auf Anraten von Emil Schumacher studierte er an der Werkkunstschule Wuppertal Gebrauchsgrafik.
 Landefelds Examensarbeit, der Entwurf der Gestaltung einer Gemüsekonservendose, wurde 1954 von Jupp Ernst für die Präsentation der Arbeiten der Werkkunstschule Wuppertal auf der X. Mailänder Triennale 6 ausgewählt. Landefeld gehört zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen POP-Art, die er um gesellschaftskritische Beiträge bereicherte. Der leidenschaftliche Pazifist – u.a. war er Mitglied der „Internationale der Kriegsdienstgegner“ – sandte 1956 seinen Holzschnitt „Stegosaurus – ausgestorben durch zuviel Panzer und zuwenig Hirn“ im Zuge der Debatte zur Wehrverfassung als Diskussionsbeitrag an die Mitglieder des Deutschen Bundestages. Als Werbegrafiker fertigte er Entwürfe für Tempo, Erdal und Persil. 1961 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Hannelore, die ebenfalls Grafikerin war, seine eigene Werbeagentur. Zur selben Zeit schuf er Holzschnitte zu seinen zentralen Themen Antifaschismus und Pazifismus. Diese wurden u.a. in der Zeitschrift „Konkret“, für die er auch Titelblätter gestaltete, veröffentlicht. Darüber hinaus drehte er Kurzfilme. Sein 16-mm-Kurzfilm „Hilfe“ wurde 1968 – ausgewählt aus 976 Beiträgen – im Wett bewerbsprogramm der Westdeutschen Kurzfilmtage in Oberhausen gezeigt; der Film „Weg zur Realitätseinsicht“ war 1970 im Rahmen der Hofer Filmtage zu sehen. Auch bei seinen späten Acrylarbeiten waren ihm Pazifismus und Bürgerechte die wichtigsten Themen.
 

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