Arthur Lange

Ein Jahr vor seinem Tod am 17. Juni 2013 notierte Arthur Lange: „Ich stecke mit 82 Jahren immer noch in dem Prozess der Veränderung“ Veränderung, das war sein großes Thema; das Bestreben, den Dingen eine andere Form, einen anderen Inhalt zu geben, andere Ausdrucksformen, andere Techniken zu entwickeln, neue Perspektiven zu eröffnen. Sein künstlerisches Schaffen war von dem Anspruch bestimmt, sich selbst zu hinterfragen, in Frage zu stellen und neu zu entdecken, neu zu erfinden. Die Suche nach Veränderung prägte Arbeit und Werk des Bildkünstlers Arthur Lange: „Wie verändern sich Arbeiten in der Wiederholung, wie verändere ich mich selbst in der Wiederholung? „Ich bemühe mich nicht in Klischees zu verfallen. Ich bediene mich des Denkens, um mir mein instinkthaftes, emotionales Sein durch Denken bewusst zu machen. Somit sehe ich das Denken als kreatives Instrument, um an meinem Leben zu arbeiten, teilzuhaben. Ich betrachte mein Leben als Kunstform, deshalb ist es wichtig, dass sich Form und Inhalte finden. Dazu hilft mir das Denken“, schrieb Lange 1997 als Notiz zum eigenen Kunstverständnis in seinen Kalender. „Die Begrifflichkeit begreifen, greifen. Ich kann nur vordenken, wenn ich nachdenke“, formulierte der Künstler im Jahr zuvor. „Wie wenig weiß ich von mir, geschweige von anderen. Ich organisiere meine Gedanken mit Denken“ lauten zwei weitere seiner Notizen.

1954 entschied sich Lange das Studium an der Werkkunstschule Wuppertal aufzunehmen. Zur Ergänzung seiner Fähigkeiten aus Lehre und autodidaktischer Fortbildung wählte Arthur Lange an der Werkkunstschule Kurse für Aktzeichnen sowie figuratives Zeichnen; damit setzte er schon früh für sein künstlerisches Schaffen einen Schwerpunkt, der prägend für sein gesamtes Werk werden sollte. An der Werkkunstschule lernte Lange Roswitha Lüder und Rudi Vombek kennen und schätzen, wenngleich Arthur Lange Rudi Vombek hinsichtlich des künstlerischen Ausdrucks widersprach: „Ich lehne abstrakte Malerei ab, mein Ansatz besteht darin, die Form zu finden, die Material und Inhalt entspricht.“ Die unterschiedlichen künstlerischen Ansätze trübten aber weder das freundschaftliche Verhältnis, noch hielten sie Vombek und Lange davon ab, – mit unterschiedlichen Arbeiten –die künstlerische Ausgestaltung der Fritz Steinhoff Gesamtschule in Hagen Helfe zu schaffen.

1961 wurde Arthur Lange mit grafischen Arbeiten erstmals von Thomas Grochowiak zur Wettbewerbsausstellung „junger westen“ in Recklinghausen eingeladen. 1965 wurden seine Gemälde anlässlich einer weiteren Ausstellung zum Thema „junger westen“ neben Recklinghausen auch in Berlin und Kassel gezeigt. Es folgten Ausstellungen im Westfälischen Landesmuseum Münster (Jung Westfalen, Westfälische Künstler), im Kunstpalast Düsseldorf, im Hagener Osthaus Museum, im Gustav Lübke Museum Hamm sowie in der Pariser Galerie „Le Soleil Dans La Tete“. 1978 wurde Arthur Lange nach Krakau eingeladen, um an der seinerzeit größten deutschen Ausstellung in Polen teilzunehmen; die Bedeutung der Ausstellung lässt sich daran ermessen, dass sie von Willy Brandt, dem ehemaligen Bundeskanzler und damaligen SPD Vorsitzenden, eröffnet wurde. Daneben stellte Arthur Lange regelmäßig in Galerien aus, so u.a. in Münster in der Galerie Clasing, in Gießen in der Galerie Remmele, in Nürnberg in der Galerie im Universa Haus.

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